Samstag, 14. Juli 2012

Ein halbes Jahr vegan

Nun bin ich schon seit deutlich über einem halben Jahr vegan. Das ist mir daran aufgefallen, dass sogar dieser Blog in wenigen Tagen sechs Monate alt wird.
Ende vergangenes Jahr habe ich damit angefangen, mich zu Hause vegan zu ernähren, deshalb Anfang Dezember schon einen schokoladigen Adventskalender von meiner Mutter nicht angenommen und Weihnachten dann auch außer Haus komplett vegan begangen.

Da es ja häufig Versuche in Zeitschriften, auf Blogs und so weiter gibt, in denen sich Personen eine Woche, einen Monat oder eine x-beliebige Zeit vegan zu ernähren versuchen, möchte ich die zurückliegende Zeit und die Veränderungen, die sie mit sich gebracht hat, wie nach einem Versuch beschreiben:

Einen Schlussstrich unter den Konsum von Tierprodukten zu ziehen, war für mich kein Vorgang, der von einem Tag auf den anderen stattgefunden hat. Ich habe wie gesagt daheim angefangen, das Ganze auf unterwegs ausgeweitet, und zu Beginn gab es sehr viele Themen, von denen ich sehr wenig Ahnung hatte. Der Übergang zur neuen Ernährung wurde zu einem wichtigen Wendepunkt in meinem Leben, der ein Leben davor und ein Leben danach geschaffen hat. Veganer werden das kennen, Vegetarier auch, und für alle Übrigen lässt es sich vielleicht mit der Anschaffung von neuer Technik vergleichen. Dass ich mich ausführlich mit Tierrechten auseinandergesetzt habe, hat meinen Horizont erweitert wie eine hochauflösende Blu-ray mit viel Speicherplatz, verglichen mit einer alten Videokassette. Die Ausflüchte und das Wegsehen der Unveganer kommen mir nun ähnlich vor wie die langwierigen Diskussionen, die in Deutschland vor der Einführung von Breitbild und HDTV nötig waren, und ich habe das Gefühl, eine neue Technik erworben zu haben, von der niemand eine Ahnung hat. Damals war mir allerdings immer klar, dass der Fortschritt sich durchsetzen würde, auch wenn es zu lange dauerte. Bezüglich Veganismus habe ich diese Sicherheit oft nicht, und ich habe dann ein richtiges Gefühl von Ungeduld, wenn ich all die unsinnige Tierquälerei und Umweltvernichtung um mich herum sehe. Man braucht nichtmal einen neuen Receiver oder sonstigen Schnickschnack, wann also kommt der Fortschritt auch bei meinem Nachbarn an! Aber die Arbeit mit Menschen ist eben langwierig, und Lichtblicke gibt es dann doch ab und zu.

Das Umdenken hat viele Bereiche meines Lebens beeinflusst, mit denen ich anfangs nie gerechnet hätte. Eine befreundete Veganerin hat das letztens mit einem Lachen so ausgedrückt: "Hätte ich am ersten Tag gewusst, was das bei mir für Ausmaße annimmt, ich hätte es nicht gemacht." Das klingt erstmal abschreckend und nicht wie etwas, das ein Veganer in seinen Blog schreibt; aber ich weiß was sie meinte, und vor allem, dass das natürlich nicht so gemeint war, wie es sich liest. Dass ich in meiner WG einmal separate Seife, Spülmittel und Essig haben würde, überstieg vor einem halben Jahr auch noch meine Vorstellungen, als ich mich noch über Süßmolkenpulver in Kartoffelchips wundern konnte. Und trotzdem geht es mir damit natürlich nicht schlechter als vorher.
Obwohl es noch nervt, Produktionsprozesse von Essigherstellern zu googeln, hat ein möglichst gewaltfreies Leben durchweg positive Einflüsse auf mein Wohl gehabt:
Ich werde nie wieder eine Zigarette rauchen, da ich nun weiß, dass so gut wie alle Tabakhersteller brutale Tierversuche durchführen und in Zigarettenfiltern Hämoglobin aus Schweineblut eingesetzt wird. Ich habe zwar auch vorher nur ab und zu auf einer Feier mal eine Zigarette geraucht, aber damit ist nun für immer Schluss. Das traurige an Zigaretten, klarem Apfelsaft etc. ist, dass diese Produkte ja nicht einmal vegetarisch sind, und ich neben Käse mit tierischem Lab als Vegetarier noch einige Produkte mehr konsumiert habe, mit denen ich eigentlich nicht hätte einverstanden sein können. Mich würde interessieren, ob es überhaupt urbane Vegetarier gibt, die sich ordentlich vegetarisch ernähren, also bei jedem Käse (ohje, doppeldeutig) und jeder Apfelschorle investigativ werden.
Außerdem habe ich tatsächlich neue Pflanzen wie Lupine oder Quinoa kennen und lieben gelernt, von denen ich als Vegetarier noch nie gehört hatte. Überhaupt habe ich als Vegetarier sehr viel mehr Kuhmilch, Käse und dergleichen zu mir genommen, als für mich gut gewesen wäre. Aufgefallen ist mir das erst daran, dass ich mir jetzt die vegetarische Ernährungspyramide angesehen habe. Ganz oben an der schmalsten Stelle Käse und Milch? Bei mir sah das zum Beispiel so aus: Morgens Müsli mit Kuhmilch, vielleicht noch einen Joghurt, unterwegs ein Sandwich mit Käse, abends Nudeln mit käsehaltigem Fertigpesto, am besten noch Parmesan drüber. Sogar die Ernährungspyramide für allesessende Menschen sieht so aus, dass sie sich bei ordentlicher Ernährung für vegane Gerichte in ihrem Lieblingsrestaurant stark machen müssten.
Das Schöne ist: Die neu entdeckte Nahrung bereite ich auch noch zunehmend selbst ordentlich zu. Ich bin zwar weit vom Meisterkoch entfernt, habe in den vergangenen Wochen aber schon unter anderem von meiner Mitbewohnerin gesagt bekommen: "Du wirst hier noch voll zum Koch." Immerhin pflücke ich mir im urbanen Garten frischen Salbei und mache mir mit Gnocchi aus dem Bioladen, Alsan-bio, etwas Olivenöl und "No-Muh rezent" leckere Salbeignocchi. Dinkelbratlinge mit Tomaten-Knoblauch-Sauce, Rührtofuvariationen und mittlerweile auch Smoothies (inspiriert vom Birne-Gurke-Mangold-Smoothie aus dem Yam) sind zwar allesamt keine Zaubereien, aber ich verbringe mehr Zeit in der Küche als früher.

Was die Finanzen angeht, sage ich ganz ehrlich, dass ich mittlerweile mehr Geld für Nahrungsmittel ausgebe. Allerdings lässt sich das nicht einfach darauf zurückführen, dass ich jetzt keine Tierprodukte mehr kaufe. Ich habe vielmehr eine neue Lust am Essen entdeckt und bin bereit, mehr Geld für spannende, frische Zutaten auszugeben. Die Frage, ob vegan sein denn nicht teuer sei, finde ich deshalb schwierig zu beantworten: Einerseits kosten Alternativen zu Fleisch, Käse und Kuhmilch teilweise mehr, als ihre Pendants aus Tierquälerei; viele dieser Alternativen sind allerdings vor allem für den Übergang hilfreich, die vegane Weißwurst muss sich auf Dauer niemand täglich leisten. Ich greife nun außerdem auch deshalb häufig zu Produkten von Rapunzel und Zwergenwiese, weil diese Hersteller ihre Produkte eben einwandfrei kennzeichnen und gute Kommunikation mit dem Kunden betreiben. Wer den Nerv für mehr Recherche hat, kann sicher auch nichtbiologischen veganen Senf von einem herkömmlichen Hersteller finden.
In einem Punkt muss meiner Meinung nach aber sogar schon jeder Zweifler umsteigen, der seinen Unveganismus noch mit dem Geldbeutel begründet: Butter. Ein halbes Pfund Alsan-bio kostet bei AlnaturA läppische 99 Cent. Kuhbutter in Bioqualität kostet mindestens um die Hälfte mehr, und selbst für übelste Butter muss man bei Lidl im Angebot noch über einen Euro pro Packung bezahlen. Wer da noch zum Tierfett greift, ist wirklich selbst schuld.

Beim Nachdenken über die "Zeit davor" sind mir außerdem erschreckend viele Situationen eingefallen, zu denen es mir extrem schlecht ging, und zumindest teilweise sind diese sehr eindeutig auf Tierprodukte zurückzuführen: Vor zehn Jahren hatte ich im Sommer nach Salat mit Joghurtdressing bei einem All-You-Can-Eat-Buffet Salmonellen. Ich durfte viele Wochen lang nur leicht gesalzenen Reis, Bananen und schwarzen Tee zu mir nehmen. Nicht einmal klares Wasser war möglich, und natürlich gab es ordentlich Antibiotika. In diesen schrecklichen Wochen habe ich über zehn Kilogramm an Gewicht verloren, und ich würde gern in der Zeit zurückreisen und mich bei meinem ersten Supermarktbesuch nach der Krankheit selbst watschen, "endlich" wieder Cookies, Pringles und Pizza in den Händen. Ich kann mich außerdem daran erinnern, phasenweise stechende Schmerzen in der Herzgegend verspürt zu haben, während denen ich mich schlecht bewegen konnte: wahrscheinlich verursacht durch Gefäßverstopfungen mit Tierfetten.
Natürlich ist es keine wissenschaftliche Studie, wenn ich sage: Seit meiner veganen Ernährung hatte ich keine Erkältung mehr. Trotzdem ist es so, und deshalb lasse ich es mir nicht nehmen, diese geradezu stereotype Veganeraussage hier mit einzuschließen - auf die Gefahr hin, dass ich es damit verschreie und nächste Woche mit roter Nase im Bett liege.

Ich habe viele tolle und nette neue Leute allen Alters kennengelernt, und meine Startseite bei Facebook hat nun einen deutlich höheren Tierbilderanteil als früher, wobei sich süße, idyllische Fotos und Bilder von Tiermord und -quälerei etwa die Waage halten. Ja, auch das muss man heutzutage glaube ich beschreiben, wenn es um Veränderungen im eigenen Leben geht.
Durch meine manchmal "radikale" (radix = Wurzel (lat.)) Art bin ich auch schon mit einigen Freunden und Verwandten heftig angeeckt, und das kann zwischenmenschliche Beziehungen leider tatsächlich belasten.
Das schwerste an der veganen Ernährung ist eben weder die Finanzierung, noch der Eiweißhaushalt, noch Restaurantbesuche (ich gehe jetzt öfter essen als früher). Die nennenswerte Schwierigkeit an einem tierleidfreien Lebensstil ist, dass man sich täglich dafür rechtfertigen muss.
Das ist es wert.

Kommentare:

  1. Guten Morgen :)

    Das ist eine schöne Zusammenfassung. Insbesondere der vorletzte Satz sind bemerkenswert und leider so traurig wie wahr.

    Liebe Grüße,
    Gregor :)

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  2. Hey, herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum, und ich muss sagen, das ist ein sehr schöner Blogpost geworden!
    Bei mir ist es genau so, wie du schreibst, ich verbringe jetzt viel mehr Zeit in der Küche und koche gern, und es macht mir sogar Spaß, die Inhaltsstoffe auf Produkten zu prüfen oder ewig im Internet nach Rezepten etc. zu recherchieren. Das Vegansein hat auf jeden Fall meinen Horizont erweitert. Und den vieler Leute um mich herum auch!
    Und erkältet war ich seither übigens auch nicht :)
    Viele Grüße

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  3. Auch meine herzlichsten Glückwünsche zum Jubiläum.

    Du hast einen sehr schönen und wahren Blogtext geschrieben, in dem auch ich mich (Veganer seit 9 Monaten, davor allerdings Omni, habe also den Vegetarierschritt übersprungen) an ganz vielen Stellen wiederfinde. Ich möchte ganz dick unterstreichen, dass die Beschäftigung mit der Nahrung (Rezepte stöbern und erfinden, Zubereitung der Nahrung, Kochen und Backen) sowie das gute Gewissen mit dem ich jetzt essen darf, mir eine ganz unbeschreibliche neue Qualität in meinem Leben beschehrt hat. Zu keinem Zeitpunkt in den letzten 9 Monaten hatte ich ein Gefühl von Verzicht, vielmehr steigerte sich der Genuss beim Essen exponeziell. Und auch mir ging es nie so gut wie jetzt.

    Rotthauser

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  4. pünklich zum jubiläum bin ich auf deinen blog gestoßen und ich bin SO froh darüber. ich mache noch babyschritte was vegan sein angeht, probiere aus und habe den entscheidenden schnitt "nur noch vegan" vor mir. und irgendwie ahne ich, dass dahiner mehr steckt, als ich nun glaube. es wird mehr sein als tierisches-weglassen. ich hab ein bisschen schiss, um ehrlich zu sein. aber ich habe gar keine richtige wahl, merke ich. eigentlich GEHT es nicht anders. ich finde keine ruhe so nicht-vegan, bin aber ein zu großer schisser, um es einfach zu machen. blogs wie deiner helfen so unfassbar.
    tausend dank.

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    1. Vielen Dank für das nette Lob!

      Vielleicht hast Du mehr Schiss, als eigentlich nötig wäre. Denn dass Du von heute auf morgen ein veganer Guru wirst, dessen Schuhe sich sofort verwandeln, verlangt ja niemand von Dir. Ich bin verschiedene Schritte immer so angegangen, dass ich zu mir und auch zu anderen gesagt habe: "Ich probiere das jetzt einfach mal aus, und wenn es klappt, dann ist es gut. Wenn nicht, kann ich es immer noch wieder lassen." Und so ist es ja auch. Ich hoffe Du schaffst es, Dir wenig Druck zu machen und Deine Nerven nicht zu sehr zu belasten ;) Ein Schritt nach dem anderen, und in ein paar Monaten lebst Du vielleicht ganz selbstverständlich schon so, wie Du es Dir heute noch schwer vorstellen kannst.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

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  5. Was für ein schöner Text. Ich finde den Weg, den du im letzten halben Jahr zurück gelegt hast, sehr beeindruckend und motivierend. Danke, dass du uns daran teilhaben lässt. :)

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  6. Toller Beitrag!
    Ich erkenn mich in in vielem wieder. Sogar zeitlich passt das einigermaßen.
    Was die Milchprodukte angeht - bei mir war es ebenso. Ich achte zwar schon seit Jahren auf meine Ernährung und koche schon ewig gerne, aber die vegane Küche hat mir doch noch ein paar schöne Goodies beschert.

    Viel Erfolg weiterhin!

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  7. dann mal herzlichen glückwunsch zum halben jubiläum :-)

    nur das mit der margarine... die alternative zu veganer margarine ist ja nicht zwangsläufig butter, sondern billig-margarine, und die kostet halt fast die hälfte weniger. und sojamilch ist halt auch teurer als kuhmilch, das muss man einfach mal zugeben. ist aber keine ausrede, denn man kann ja einfach weniger davon konsumieren, an anderer stelle sparen o.ä. und es ist ja auch nicht alles teurer.
    irgendjemand hat mal gesagt "nicht-vegane ernährung ist viel teurer, sie kostet tiere das leben". das ist mir im gedächtnis geblieben.

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  8. "Die nennenswerte Schwierigkeit an einem tierleidfreien Lebensstil ist, dass man sich täglich dafür rechtfertigen muss."

    Das "muss" sollten wir Veganer alle streichen ;-) denn man "soll" sich zwar oft rechtfertigen - aber ob wir auf diese oft dummen Diskussionen und Anfeindungen einsteigen liegt eben bei uns.
    Wer ernsthafte Fragen hat ... dem beantworte ich sie gerne. Auf alles andere reagiere ich mittlerweile mit deutlicher Strenge. In die Defensive begebe ich mich als vegan lebender Mensch nicht mehr - und weiß dass ich niemandem der mich direkt oder indirekt angreift Erklärungen geben "muss" ... aber ist eben ein Lernprozess :-)

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  9. Haddu sooooo schön geschrieben. Mir gefällt vor allem der Blu-ray Vergleich :-)

    Alles liebe weiterhin und bis bald,
    die Claudi

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  10. Nur mal so am Rande.....Es gibt 2 Zigarettenmarken ohne Tierleid.
    -American Spirit und Manitou

    BWG Bine

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    1. Ja, ich habe ja auch geschrieben "so gut wie alle Tabakhersteller".

      American Spirit gehört allerdings auch schon seit vielen Jahren zur Reynolds Tobacco Company, die ebenfalls Tierversuche durchführt - wenn auch nicht für die Marke American Spirit. Aber gut angelegt ist das Geld damit finde ich trotzdem nicht.

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    2. Ob das Geld nun gut angelegt ist oder nicht muss ja jeder für sich selbst entscheiden.Nun ja,auf jeden Fall wünsche ich Dir weiter viel Erfolg :)

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    3. Stimmt. Die Situation bei American Spirit könnte man dann auch mit dem Kauf von veganen Produkten in Läden vergleichen, die auch unvegane Produkte anbieten.. und das tu ich ja auch. Aber so lupenrein wie sie einmal waren, sind American Spirit eben nicht mehr.
      Würde ich mal eine rauchen wollen, hätte wahrscheinlich eh niemand eine zur Hand, sondern eher eine Marlboro o.ä.
      Danke Dir!! ;)

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  11. Du schreibst mir aus der Seele.

    Ich hab über 20 Jahre vegetarisch gelebt und es wurde Zeit den nächsten Schritt zu gehen.
    Seit 5 Monaten ernähre ich mich vegan.Puh...........noch nie hatte ich so genau die Zutatenlisten erkundet wie jetzt.
    Es ist sehr viel Arbeit,aber!!!! es macht mittlerweile richtig Spaß zu suchen und zu forschen. Es gibt so viele Blogs und Rezepte.
    Fleischersatz gab es bei uns nie,nun koch ich öfter mal damit und finde alles sehr spannend.
    Die gemeisamen Abende mit Freunden,Restaurants,Eis essen gehen etc.kommen leider kaum noch vor.
    Wir wohnen ländlich,kaum Möglichkeiten an anständige Lebensmittel zu kommen.Geschweige denn ein Restaurant in dem es ein veganes Gericht gibt.
    Gott sei Dank gibt es Online-Shops.Dann koche ich halt und lade ein :-)
    Ich hoffe du schreibst noch öfter.
    Liebe Grüße Karin
    Hab mal Anonym angeklickt,da ich mit Wordpress AIM usw.nichts anfangen kann.Bin ein "Internetdinosaureier".;-)

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  12. Oh ja, Milchprodukte haben auch bei mir früher einen sehr großen Platz in der Ernährung eingenommen. Schon ein bisschen pervers, wie viel wir damals für's Wochenende eingekauft haben. 2 Liter Milch, zwei Mozarellas, dann noch anderen Käse, Joghurt, Feta. Zwar zum Ende hin alles bio und nur Käse mit mikrobiellem Lab, aber trotzdem kann ich darüber heute nur noch den Kopf schütteln.

    Auch in vielen anderen Dingen, die du schreibst, habe ich mich direkt wiedererkannt :) Mach also auf jeden Fall weiter so!


    ♥-liche Grüße aus Düsseldorf,
    Carina

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  13. Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Saure Sahne-Ersatz.Hat jemand eine gute Idee?

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    1. Ich habe mich mit mit dem veganen Fachgeschäft in München in Verbindung gesetzt und diese Empfehlung für Dich einholen können:

      http://www.radixversand.de/-Tofutti-CREAMY-SMOOTH-SOUR-SUPREME-Sauerrahm-Natur-225g-,art-150

      Ich habe das Produkt zwar selbst noch nicht getestet, aber die Leute aus dem Laden sagen:
      "Hi! Saure Sahne ist dasselbe wie Sauerrahm. Und da gibt es eine beliebte Alternative von Tofutti zu"

      Falls Du nicht in München wohnst, kannst Du dort natürlich auch bestellen.

      Liebe Grüße!

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    2. Das ist sehr nett,vielen Dank für die Antwort :)

      BWG Bine

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  14. ihre entscheidung vegan zu leben, will ich nicht verurteilen. es ist ihr leben und sie können damit machen, was sie wollen. ihre lobpreisung der veganen ernährung verurteile ich aber sehr wohl. es ist vergleichbar mit einem model das in den medien suggestiv oder offen für unterernährung wirbt.
    vegane ernährung ist mangelernährung. sie ist nicht gesund.
    ich möchte alle leser warnen, leuten wie diesem ruben zu folgen. er besitzt ein gefährliches halbwissen, das ihm wiederum alle möglichen anderen blogs angeeignet haben. ich weiß nicht, was sie studieren, aber es hat ganz sicher nichts mit der biologie, biochemie oder humanmedizin zu tun.
    ich selbst bin endokrinologe und kann guten gewissens der vielzahl der patienten, die mich in ernährungsfragen aufsuchen, vom veganismus abraten. es ist eine gefährliche modeerscheinung, die durch geistlose hollywoodstars und zwielichte kollegen, wie herrn dr. henrich, vorangetrieben wird.
    ich selbst habe es mir zur aufgabe gemacht, die menschen aufzuklären und zu schützen. aus diesem grund durchforste ich blogs wie diesen.
    abschließend würde ich sie, lieber ruben, gerne fragen, woher sie ihr wissen beziehen. setzen sie sich ausschließlich mit den infos von veganerfreundlichen quellen auseinander oder durchforsten sie auch die vegan-kritischen internetseiten, blogs und ähnliches. letzteres bezweifle ich nämlich stark.
    wenn sie als leser fragen zu den grundlagen meines zweifelns gegenüber dieser mangelernährung haben, möchte ich sie bitten mir hier ihre e-mail adresse zu hinterlassen, ich berate sie gerne.

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    1. Leider gehen Sie zu keiner Zeit spezifisch auf irgendeinen Teil meines Textes ein. Ich nehme deshalb an, dass Sie mir einen vorgefertigten Text präsentieren, mit dem Sie bei Veganern möglichst häufig anklopfen können.

      Sie schreiben von Mangelernährung, geben aber keinerlei Beispiele dafür, was für einen Mangel Sie dabei im Sinn haben.

      Sie unterstellen mir außerdem Halbwissen, gehen allerdings auch nicht darauf ein, welchen Punkt meines Beitrags Sie damit meinen.

      Sollten Sie es für nötig halten, mich zu heilen, so bitte ich Sie, mir entsprechende Vorschläge zu meiner Ernährung hier öffentlich zu präsentieren. Diese können dann weiter auf ihre Tauglichkeit hin besprochen werden.
      Sollten Sie dies in Erwägung ziehen, so bitte ich Sie, auch weiterhin auf Werbung für bestimmte kostenpflichtige Ernährungsberatungsangebote zu verzichten, da ich ansonsten auf eine Moderierung der Kommentarfunktion zurückgreifen müsste.

      Grüße
      Ruben

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  15. leider ist dies genau die antwort, die ich von ihnen erwartet habe.
    es war nicht meine intention auf irgendeinen teil ihres textes spezifisch einzugehen. am liebsten hätte ich meinen kommentar quer über diese ganze seite geschrieben.
    ich gebe keine beispiele, weil es zu weit führen würde, aber wie sie ja gelesen habe, biete ich dem interessierten leser gerne an, kontakt mit ihr aufzunehmen, natürlich kostenfrei und ohne unterbreitung irgendwelcher kostenpflichtiger angebote.
    die zensurdrohung ihrerseits betrachte ich als hohn.
    sie gehen in ihrer antwort nicht im geringsten auf meine fragen ein. das war zu erwarten, denn es würde sie vor ihrer leserschaft aus dem rechten licht rücken. was qualifiziert sie dazu, ratschläge zur ernährung zu geben? die lektüre verganer blogs oder einfach ihre gedanken bezüglich der ethik des konsums?
    bedient man sich einer suchmaschine im internet und sucht nach dem begriff vegan, findet man fast ausschließlich proveganes. das liegt daran, dass die veganer sich viel stärker mobilisieren als ihre gegner. dadurch wird es dem interessierten fast unmöglich gemacht, die gefahren dieser ernährung aufzuspüren.
    was man findet, sind blogs wie diesen, auf denen menschen darüber berichten, wie gesund diese ernährung ist, jedoch ohne jegliches fachwissen.
    ich finde dies äußerst beängstigend, da sie und das gros ihrer leserschaft unwissend in diesem fachgebiet sind.
    ich fände es schön, wenn sie mir und ihrer leserschaft meine fragen beantworten würden.

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  16. Wenn Sie mich fragen, woher ich mein "Halbwissen" beziehe, mir aber selbst auf Nachfrage nicht sagen möchten, welche von mir getroffene Aussage Sie damit meinen, kann ich Ihnen natürlich nicht antworten.

    Sie geben an, vegane Ernährung sei bei Suchanfragen im Internet nicht kritisch genug besprochen. Auf diesem Blog hatten Sie deshalb die Möglichkeit, sich kritisch über bestimmte Aspekte der veganen Ernährung zu äußern. Ich habe Sie sogar zu diesem Schritt bestärkt.
    Weshalb führt es zu weit, vegane Ernährung hier im Detail zu besprechen, per E-Mail möchten Sie dies aber angeblich gerne tun? Diese zwei Aussagen passen für mich nicht zusammen, vor allem vor dem Hintergrund, dass Sie doch eine möglichst große Zahl von Lesern erreichen und von Ihrer Sicht überzeugen möchten. Wenn Sie mit mir mailen, erreichen Sie nur eine einzelne Person, undzwar mich. Dabei möchten Sie doch hauptsächlich die Leser dieses Blogs schützen, die sich, wie Sie es darstellen, von mir als "Model" in die "Unterernährung" führen lassen.
    Einen Blog zu schreiben ist übrigens einfacher, als man denkt. Wenn Sie als Unveganer von Karnismus und Kuhmilchkonsum überzeugt sind, kann ich Ihnen deshalb außerdem empfehlen, selbst einen Blog zu diesem Thema zu erstellen. Ich würde mich freuen, zu den ersten Lesern gehören zu dürfen. Einen nicht-kommerziellen Blog dürfen Sie hier auch gerne einmalig in den Kommentaren plazieren, um uns von Ihrer Sache zu überzeugen.

    Sie geben an, Endokrinologe zu sein.
    Über die Kommentarfunktion in diesem Blog lässt sich das leider nicht überprüfen.
    Allerdings werfen Sie mir auch vor, dass ich mich als Fachmann für vegane Ernährung profilieren möchte.
    Würden Sie meinen Blog besser kennen und hätten Sie den Titel des Blogs gelesen, so wüssten Sie, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Ich bin noch keine sehr lange Zeit vegan, mache dies auch Publik, und mein Blog basiert seit Beginn eben gerade auf den Erfahrungen, die ich als "frischer Veganer" mache.
    Sie zählen nun zu diesen Erfahrungen und haben den Schlusssatz meines ursprünglichen Beitrags noch einmal beispielhaft unterstrichen.

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  17. mir wurde schon vor etlichen jahren beigebracht, auf fragen nicht mit gegenfragen zu antworten. dass sie meiner frage ausweichen, ist für mich eigentlich auch eine antwort.
    ich hoffe ihre leserschaft bemerkt das.
    ich werde bestimmt nicht in den kommentaren über die gefahren des veganismus diskutieren, da das zu weitläufig ist. aber falls diesen text gerade jemand liest, der merkt, dass er gewicht verliert (welches er eigentlich nicht verlieren sollte), muskelschwund, trockene haut, haarausfall bemerkt, darf er mir gerne seine emailadresse schreiben.

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    1. Sie sind eventuell tatsächlich davon überzeugt, vegane Ernährung könnte zu solchen Mangelerscheinungen führen.

      Ich hoffe dass Sie nicht wirklich mit der Erwartungshaltung vor dem PC sitzen, dass ich nun anfange unvegane Nahrung zu mir zu nehmen, weil Sie mir anonym schreiben: "Hallo, ich bin Fachmann, ich weiß es besser, sage aber nicht was ich meine."
      Wenn Sie es bei jemand anderem noch einmal von vorne versuchen wollen:

      http://www.patrikbaboumian.de/?page_id=19

      Hier finden Sie das Kontaktformular des derzeit stärksten Mannes in Deutschland. Vielleicht können Sie mit ihm ein bisschen über Muskelschwund bei veganer Ernährung plaudern.

      Und nun nochmal im Ernst: Ich kann mir vorstellen, dass Sie wirklich meinen, was Sie schreiben. Und insofern sehe ich es auch als Freundlichkeit an, dass Sie sich um mich Sorgen zu machen scheinen. Aber wenn Sie es versäumen, irgendwelche konstruktiven Beiträge zu produzieren, und Ihre einzige Aussage bleibt, dass Sie vegan nicht gut finden, dann kann ich mit Ihrer Freundlichkeit nichts anfangen.

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  18. Guten Abend "Sander",

    lächerlich!

    Ich lebe seit knapp zwei Jahren vegan. Seit 2010 war ich nicht mehr krank. Meine Fingernägel sind fester denn je. Meine Haare sind gesünder denn je. Meine Fructose Intoleranz bin ich nach vier Montaen veganer Ernährung (nach drei Jahren leiden) los geworden. Meine Haut ist einwandfrei.

    Zuvor war ich am Rande erwähnt über zwei Jahrzente hinweg Vegetarierin. Und oh Schreck: ich lebe noch!

    Übrigens: ich kenne ich mehrere Veganer die sich seit 16, 20, 24 Jahren vegan ernähren und sich bester Gesundheit erfreuen.

    Auf weitere Einträge hier werde ich nicht mehr eingehen, aber dies hier los zu werden lag mir auf der Seele.

    Allen weiteren Lesern von Rubens Blog die sich diese Kommentare durchgelesen haben, würde ich das gleiche empfehlen. Oftmals sind solche "Pöbler" lediglich nur auf Unruhe stiften aus.

    Liebe Veganer: ihr seid diejenigen, welche es richtig machen!

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    1. Also ich kann mich prächtig amüsieren! :-)

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  19. Meine Erfahrung: Keiner erwartet, dass du dich rechtfertigst, wenn du die Leute einfach damit in Ruhe lässt. Aber Angriff führt eben zum Gegenangriff. Ich ernähre mich auch vegan, bezeichne mich nur nicht als "veganer", weil ich mich in diese Gruppe von Menschen nicht einordnen möchte. Versteh mich nicht falsch: Ich finde es toll, was du machst. Dass du das durchziehst, dass du deine äußeren Handlungen nach deiner inneren Einstellung ausrichtest. Das ist ein wichtiges Thema und du trägst einen guten Teil dazu bei.
    Aber ich verabscheue Fundamentalismus in jeder Form und ich kenne leider viele vegane Menschen, die sich deswegen als etwas besseres fühlen und meinen, andere in ihren Rechten beschneiden zu müssen. Das richtet meines Erachtens mehr Schaden an, als das es nützt, weil es nur zu einem allgemeinen Hass auf Veganer führt. Wer so handelt, drängt den Fleischesser von vorneherein in eine Position, in der er zum Gegenangriff ansetzen muss, um sich zu verteidigen. Auch wenn er die vegane Ernährung eigentlich gerne gutheißen möchte.
    Und während ich freiwillig und aus Überzeugung kein Fleisch esse, würde ich jederzeit für mein Recht kämpfen, es essen zu dürfen, wenn ich denn wollte. Die Freiheit ist für mich eines der größten Güter überhaupt, aber das sehen einige Leute leider anders.

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    1. Ich denke, darin, dass Tiere quälen und töten ein persönliches "Recht" und jemandes "Freiheit" sein kann, unterscheiden sich unsere Ansichten essenziell.

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  20. Cooler Artikel!

    Bezüglich Erkältungen, weil Du meintest seit der veganen Ernährung hast du keine mehr: ohne Witz - bei mir das gleiche. Ich hab sonst immer halbjährlich regelmässig eine Erkältungs oder Fieberphase gehabt ohne zu wissen warum. Nach dem Verzicht auf Fleisch war die Phase kürzer, und seit der veganen Ernährung ist es ganz weg.

    Auch erinnere ich mich ebenso an komisches "Blubbern" oder so in der Herzgegend, so als würden Schlackenstoffe herumfliessen bzw. als wäre der Körper innerlich verfettet. Ich konnte ausserdem nicht mehr linksseitig schlafen, weil das bald zu Stechen am Herz führte.

    Seit der veganen Ernährung ist das verschwunden. Als wäre der Körper eine Menge dieser verstopfenden Fette losgeworden.

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